Premiere bei den saarländischen Winzern
33. Weinprämierung: Erstmals erhält ein Bio-Weingut den Großen Staatsehrenpreis

Staatsehrenpreis
Umweltminister Reinhold Jost (links) und Winzerpräsident Helmut Herber (rechts) übergeben Öko-Winzer Willi Ollinger den Großen Staatsehrenpreis des Saarlandes. Foto: Rolf Ruppenthal
Nach zwei unterdurchschnittlichen Jahren liegt beim 2014er Jahrgang der Ertrag im Saarland wieder im gewohnten Bereich. Bei der 33. Weinprämierung verlieh die Landwirtschaftskammer 21 goldene und 36 silberne Kammerpreismünzen.
Der schönste Genuss für das Auge ist eindeutig Weinkönigin Lisa II., da sind sich die Gäste der 33. Weinprämierung der Landwirtschaftskammer (LWK) einig. Die Frage nach dem größten Genuss für den Gaumen war gestern Nachmittag letztlich Geschmackssache. Sieger nach Punkten wurde das Bioweingut Ollinger-Gelz aus Perl-Sehndorf. Mit 4,47 von 5 möglichen Punkten erhielten Inge und Willi Ollinger für ihre Weine den Großen Staatsehrenpreis des Saarlandes. Hierfür sind mindestens 4,4 Punkte nötig. Sie erhielten sechs goldene und drei silberne Kammerpreismünzen – gemessen an der Zahl der eingereichten Weine das beste Ergebnis. „Es ist das erste Mal, dass der Große Staatsehrenpreis an ein Bioweingut verliehen wird. Das ist für uns eine starke Anerkennung“, freut sich Willi Ollinger.

Als er vor 14 Jahren auf Bioweinbau umstellte, seien gerade einmal 1,8 Prozent der Rebflächen in Deutschland ökologisch bewirtschaftet worden. Inzwischen seien es fast neun Prozent. Die Öko-Winzer profitierten auch von der Bio-Begeisterung der Verbraucher. „Wir haben viele Neukunden, die gerade deswegen zu uns kommen“, sagt er. Im Unterschied zum konventionellen Anbau verwende er keine chemischen Pflanzenschutzmittel. Zur Pilzbekämpfung setze er Molke- und Backpulver ein, gemischt mit Algen- und Fenchelkonzentrat.

 

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Gerd Petgens Sekthaus feiert runden Geburtstag

 

Fest mit abwechslungreichem Programm zum 25-jährigen Bestehen ab diesem Donnerstag

Zum 25. Geburtstag des Sekthauses in Sehndorf lädt dessen Betreiber Gerd Petgen für dieses verlängerte Wochenende ein. Neben einer Verkostung von Sekten und Weinen wird den Gästen auch Live-Musik geboten.
 
Hier ist die Geschichte greifbar – sei es die 300 Jahre alte Kelter vor dem Haus oder die prunkvolle Stuckdecke in der Weinstube. Die Rede ist vom Sekthaus Gerd Petgen in Sehndorf. An diesem Wochenende feiert es 25-jähriges Bestehen, Wein stellt die alteingesessene Familie allerdings schon seit 1720 an der Obermosel her.
 
Probierstube
 

Gerd Petgen hat zunächst im väterlichen Betrieb mitgeholfen. „Mitte der 1980er Jahre stieg mein Bruder nach seinem Studium mit ein. 1990 habe ich beschlossen, mich selbstständig zu machen und dieses Haus gekauft“, erzählt der Winzer. Mit viel Liebe zum Detail hat er das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert von Grund auf saniert.

Heute ist es ein Platz, der zum Verweilen einlädt. Im idyllischen Vorgarten unter einem Mandelbaum sitzend, lässt es sich genauso gut aushalten wie drinnen an einem der antiken Holztische. An den Wänden hängen Bilder von Künstlern aus der Region. „Wir haben ständig neue Ausstellungen im Haus“, sagt Petgen. Ein altes Klavier, massive Holzschränke und Kerzenleuchter auf den Tischen ergänzen das gemütliche Ambiente der Weinstube. 80 Leute passen in den Saal. Wer im Sommer lieber draußen sitzen möchte, hat die Wahl zwischen dem geschützten Innenhof mit seinen alten Kalksteinmauern oder dem Vorgarten mit Blick auf die Ortsmitte mit Brunnen.

„Es kommen häufig Gruppen zur Weinprobe oder möchten eine Führung machen.“ Hinzu kommen die Gäste der Straußwirtschaft, die Petgen seit fünf Jahren betreibt. Unterstützt wird er von seiner Partnerin Silke, deren Mutter Ute und Anette, einer Freundin der Familie, die auch mit 73 Jahren gerne noch mit anpackt. Verblüffend, was die Damen in der Küche alles an kulinarischen Spezialitäten zaubern: Lammkoteletts mit Rosmarin, eine lothringische Käseplatte oder ein saftiges Steak – kein Problem für Petgens Team. Natürlich wird zu jedem Gericht der passende Wein oder Sekt gereicht.

Hinter der Weinstube geht es weiter: Dort befindet sich Petgens Allerheiligstes. In einer Halle lagern seine besten Tropfen bis unter das Dach gestapelt. „Wir sind die einzigen in der Region, die den Sekt nach dem traditionellen Verfahren herstellen“, erklärt er. „Der Sekt hat ein Jahr Vorlaufzeit und muss jeden Tag gerüttelt werden, damit sich die Hefe absetzt“, weiß der Fachmann. Was früher mühsam von Hand gemacht wurde, erledigen heute Maschinen. Trotzdem sei die Herstellung noch sehr zeitintensiv. „Daher hat die Straußwirtschaft von Januar bis April geschlossen. Dann ist Erholung angesagt“, schmunzelt Petgen.

 

Programm 4.6.2015: www.petgen.de



Quelle: SZ Von Philipp Anton, 03.06.2015


 

Schmuckstück lockt zum Verweilen

Landgasthof Haus und Hof in Sehndorf vereint Café, Bistro und Ferienwohnungen

Einst war das alte Bauwerk in Sehndorf eine Schreinerei, heute beherbergt es den Landgasthof Haus und Hof. Marko Körner und seine Frau Stephanie Kreis haben das Haus über Monate liebevoll restauriert.
 
Ein Holzofen, ein großer Gästeraum mit alten Tischen und Stühlen, eine Theke aus hellem Holz, darauf frisch gebackene Kuchen – das lädt zum Verweilen ein. Große Fenster lassen viel Licht herein, an den Wänden hängen moderne Bilder oder Werkzeug von früher.

Aus einer alten Schreinerei aus den 1920er Jahren ist in Sehndorf der Landgasthof Haus und Hof entstanden – über Monate haben Marko Körner und seine Frau Stephanie Kreis das alte Bauwerk restauriert. Entstanden sind ein gemütliches Bistro und Café sowie fünf Ferienwohnungen, in denen mit viel Liebe zum Detail, Altes mit Modernem auf harmonische Weise kombiniert ist. Auch wenn beide in anderen Berufen tätig sind, ging für das Paar ein Traum in Erfüllung: „Wir wollten schon immer etwas in der Gastronomie machen.“


Vor einigen Jahren haben Körner und Kreis das Schmuckstück entdeckt: „Wir haben das Potenzial des Gebäudes sofort erkannt“, erklärt der 42-jährige Körner, der eigentlich als Wirtschaftsprüfer tätig ist. Nach über einem Jahr an Umbauarbeiten, wurde der Landgasthof eröffnet. „Unser Konzept ist auf regionale Produkte ausgerichtet“, sagt Körner. Außerdem möchte der Gastronom sein Lokal zum festen Anlaufpunkt für Wanderer und Radfahrer machen: „Für den Sommer haben wir eine Terrasse für 40 Personen, und nebendran entsteht ein Weingarten.“ Dort können die Besucher des Hauses beim Panorama-Blick über das Moseltal fast alle Perler Weine genießen – auch das macht Haus und Hof für Körner einzigartig in der Moselgemeinde. Auf der Speisekarte stehen ein Frühstücksangebot, deftige Snacks, hausgemachter Kuchen und Cupcakes. Am Herd bereitet Koch Andreas Heyden die Spezialitäten zu. Für den Service ist Marina Hammes zuständig: „Ich denke wir haben ein gutes Team, das jahrelange Erfahrung mitbringt“, schwärmt Körner.

 

Das Haus und Hof TeamDas Team: Nathalie Hammes (vorne von links), Stephanie Kreis, Andreas Heyden (hinten l.) und Marko Körner. Foto: Philipp Anton

 

Schweinetrog als Waschbecken

In den Gästezimmern lohnt sich der Blick aus dem Fenster. Und in allen Räumen ist Parkett verlegt, die Möbel zum Teil vom Schreiner angefertigt. „Einige Stücke waren noch vom Vorbesitzer im Haus“, sagt Körner beim Gang durch die Zimmer. Neben den alten Schmuckstücken, die Landhaus-Atmosphäre verbreiten, auch viel Modernes: trendige Bäder, Flachbildschirme, praktische Küchen. Ein besonderer Blickfang ist die 120 Quadratmeter große Maisonettewohnung, die über zwei Etagen geht. In jedem Stockwerk findet sich ein großes Schlafzimmer mit Doppelbett und ein großes Bad mit Badewanne. Überall versteckte Accessoires: ob ein Häkelset mit Anleitung an der Wand im Schlafzimmer mit Anleitung oder ein alter Schweinetrog als Waschbecken in der Herrentoilette. Die drei Studios, zwischen 30 und 40 Quadratmeter groß, bieten jeweils zwei Personen Platz. In der Gartenwohnung, 80 Quadratmeter groß, kommen vier Personen unter. Von der Terrasse kann man den Blick über Perl schweifen lassen.

 


Neben den Touristen, die die Gemeinde besuchen, sollen auch die französischen und luxemburgischen Nachbarn den Weg ins Landgasthaus finden. Für die Schüler des Schengen-Lyzeums soll an einer Gebäudeseite ein Kiosk entstehen: „Auch dort möchten wir regionale Produkte anbieten.“

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag ab 7.30 Uhr durchgehend, Samstag und Sonntag ab 9 Uhr durchgehend, Montag und Dienstag ist Ruhetag.

 

 

Quelle: SZ Von Philipp Anton, 13.04.2015


 

Platz zwei beim bundesweiten Wettbewerb „EcoWinner“


Willy Ollinger

 

Das Sehndorfer Weingut Ollinger-Gelz, der einzige Öko-Weinbaubetrieb im Saarland, hat beim bundesweiten Wettbewerb „EcoWinner“ des Bundesverbandes Ökologischer Weinbau Ecovin einen großen Erfolg erzielt: Mit der 2013er Perler Hasenberg Auxerrois Spätlese trocken belegte Winzer Willi Ollinger den zweiten Platz in der Kategorie „Burgunder trocken bis 12,5 Volumenprozent Alkohol“, teilt die Vermarktungs-Initiative Moselwein mit.

 

Auch einer der besten Sekte des Wettbewerbs kommt aus unserer Region: Das Weingut Dr. Frey in Kanzem an der Saar erreichte in der Kategorie „Sekt“ mit seinem 2012er Wawerner Jesuitenberg Riesling Sekt b. A. brut den dritten Rang. Die 18. Eco-Winner- Verkostung fand in Oppenheim statt. 77 Ecovin-Betriebe aus den deutschen Weinanbaugebieten stellten in 17 Kategorien insgesamt 432 Weine an. Die 55 Verkoster der Jury setzten sich aus Sommeliers, Fachhändlern, Vertretern der Presse und Weinberatern zusammen.

Quelle: SZ Von mtn, 26.09.2014

 

 

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Sehndorf. Ab in den Weinberg – so lautete am Montagmorgen die Aufforderung für saarländische Rathauschefs in Sehndorf. Dort waren sie zur Bürgermeister-Weinlese angetreten. Nach einem Begrüßungsschluck bei den Bio-Winzern Willi und Inge Ollinger ging es zu Fuß in den Marienberg, wo Auxerrois-Weintrauben auf ihre Lese warteten. Mettlachs Bürgermeister Carsten Wiemann bekam dort von Winzer Ollinger und seinem Perler Amtskollegen Bruno Schmitt demonstriert, wie das mit der Lese geht. Merzigs OB Alfons Lauer nahm zum letzten Mal – er wechselt zum Sparkassenverband – an einer Bürgermeister-Weinlese teil. Auch die Verwaltungschefs von Illingen, Armin König, Losheim am See, Lothar Christ, Wallerfangen, Günter Zahn, Weiskirchen, Werner Hero, Saarlouis, Roland Henz, und Nalbach, Peter Lehnert, packten mit an. Nach zwei Stunden waren zwei Wingert- Parzellen abgeerntet, was insgesamt 2500 Liter Most in Spätlese-Qualität ergab.

Von SZ-Mitarbeiter Rolf Ruppenthal

 

 

Zeichen vorbildlichen Engagements

Sehndorfer nahmen ihre neue Schutz- und Wanderhütte offiziell in Betrieb

 

Sehndorf. Mit einem Gottesdienst wurde am Sonntagnachmittag nach knapp zweijähriger Bauzeit die Sehndorfer Schutzhütte in Betrieb genommen. Pfarrer Uwe Janssen und Diakon Benno Wolpertinger segneten sie. „Diese prächtige Wanderund Schutzhütte ist etwas ganz Besonderes“, schwärmte Bürgermeister Bruno Schmitt bei ihrer Einweihung. Sie ist nach seinen Worten zudem ein bleibendes Zeichen ehrenamtlichen Engagements. „Und mit diesem Engagment und den strukturellen Verbesserungen innerhalb des Ortes kann Sehndorf“, so Schmitt weiter, „sogar ein Gold-Dorf werden.“

 

Auch Ortsvorsteher Stefan Wagner war voll des Lobes für diese gelungene Gemeinschaftsleistung. „25 bis 30 Bürger haben hier Woche für Woche geschuftet“, hob er den Einsatz der Helfer hervor. Mehr als 700 freiwilligen Arbeitsstunden wurden nach seinen Berechnungen abgeleistet.

 

Das Ergebnis ist eine prächtige Wander- und Schutzhütte aus Holz mit einer mächtigen Sinnenbank inmitten der Perler Weinberge mit herrlichem Ausblick auf Sehndorf, Perl, Schengen und das Moseltal. Ortsvorsteher und Bürgermeister versäumten es nicht, dem Amt für Landesentwicklung zu danken. Es machte den Bau der SchutzhütteFOTO: ROLF RUPPENTHAL

 

– Wert rund 25 000 Euro

– erst möglich.

 

 

Die Hütte, an der auch der Jakobsweg vorbeiführt, kann vielfältig genutzt werden. Winzer können hier inmitten der Weinberge nach einer entsprechenden Wanderung ihre Weinproben durchführen. Pfarrer Uwe Jansen regte an, zukünftig hier auch einmal Erntedank und Fronleichnam zu feiern. Und last not least kann die Hütte auch für Geburtstage und andere Feiern beim Ortsvorsteher angemietet werden.

Ihre erste Feuerprobe hat die neue Schutzhütte mit Bravour bestanden, denn nach dem Gottesdienst und der Einsegnung wurde ihre  Fertigstellung gebührend gefeiert.

Von SZ-Mitarbeiter Rolf Ruppenthal


In der Marienstraße in Sehndorf laufen umfassende Arbeiten zur Kanalerneuerung und Straßendeckensanierung.
Anwohner beklagen sich nun über unnötige Verkehrsbehinderungen an der Baustelle.

 

Torsten Bettinger ist sauer:

 

In einem Schreiben an die Gemeindeverwaltung von Perl macht der Sehndorfer, der in der Straße Kirschenberg wohnt, seinem Ärger Luft:

 

Im Zuge der Baumaßnahme Ausbau der Marienstraße kam es nun bereits zum wiederholten Male zur Situation, dass die Straße Kirschenberg nicht mehr über die Marienstraße befahren werden kann, da von der Einmündung Im Niederborn bis zur Einmündung Kirschenberg eine Vollsperrung eingerichtet wurde. In der Marienstraße wird von der Einmündung der Straße Im Niederborn (Verbindungsstraße nach Wochern) bis zum Dorfbrunnen der Kanal erneuert sowie die Straßendecke umfassend saniert.Die laufende Sanierung der Marienstraße in Sehndorf sorgt für Ärger unter Anwohnern.  FOTO: RUP

Kosten: rund eine halbe Million Euro. Die abschnittsweise Vollsperrung der Straße sei zwar im Zuge der Bauarbeiten vorgesehen und angekündigt gewesen, erklärt Bettinger. Ihn ärgert aber, dass die Marienstraße bis zur Einmündung in seine Wohnstraße gesperrt gewesen sei, ohne dass in diesem Bereich aktuell Arbeiten erfolgen. Viel schwerer wiegt für ihn, dass die Straße Kirschenberg zeitweise auch von der anderen Seite her nicht erreicht werden konnte, da hier die Straße durch Baumaschinen der ausführenden Firma blockiert gewesen sei.

 

Natürlich ist es mir bewusst, dass es im Zuge von Baumaßnahmen zu Beeinträchtigungen kommt. Diese sollten jedoch auf einem für die Anwohner vertretbarem Niveau gehalten werden“, sagt Bettinger. Er empfinde das Vorgehen der Firma in Sachen Verkehrsregelung als recht willkürlich. Zudem stelle sich die Frage, was in einem Notfall, zum Beispiel einem Feuer, in dieser Straße passieren würde. In Laufe der letzten Woche konnte ich beobachten, wie ein Tanklaster nach Entladung in der Straße Kirschenberg 15 Minuten warten musste, bis er die Baustelle passieren konnte. Diese 15 Minuten können bei einem Notfall über Leben und Tod entscheiden.

 

Perls Bürgermeister Bruno Schmitt räumt auf SZ-Anfrage ein, dass es möglicherweise einmal vorgekommen sei, dass Baumaschinen der ausführenden Firma so im Baustellenbereich abgestellt waren, dass sie die Zufahrt zum Kirschenberg (der ansonsten nur über einen Feldwirtschaftsweg erreichbar ist) blockierten. Es habe auch im Bauausschuss entsprechende Anfragen gegeben. Das darf nicht sein, bekundet der Bürgermeister. Die Gemeinde habe mit der Firma besprochen, dass dies in Zukunft nicht mehr vor kommen solle. Schmitt gibt zu bedenken, dass bei der Kanalerneuerung eine so genannte Fremdwasserentflechtung stattfindet, das heißt Schmutzwasser und Niederschlagswasser werden im neuen Kanal durch getrennte Abflüsse geführt. Dadurch sei der Kanal so groß dimensioniert, dass er nur unter Vollsperrung der Straße verlegt werden könne. Diese erfolge abschnittsweise, was für den Verkehr dennoch hinderlich sei.

Schmitt: In einem Straßendorf wie Sehndorf gibt es immer Probleme bei Fahrbahnarbeiten.

Von SZ-Redakteur Christian Beckinger

landpartieWeingut Ollinger-Gelz

Seit 1980 führt Familie Ollinger im Ortsteil Sehndorf ihr Weingut. Vor genau zehn Jahren begann die Winzerfamilie, ihr Gut zu einem „Ökologischen Weingut“ umzubauen. Der Muschelkalkboden eignet sich hervorragend für den Anbau von Elbling und Burgunderweinen. Seit der Umstellung auf ökologischen Weinbau wurden die Weine des Gutes mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, und seit dem Jahrgang 2004 ist Familie Ollinger der einzige deutscher Bio-Winzer an der Obermosel bzw. im Saarland.

 

Wegbeschreibung

Weingut Ollinger-Gelz Marienstraße 40 66706 Perl-Sehndorf

A 8 Saarlouis Richtung Luxemburg, Ausfahrt Perl–Borg, B 407 Richtung Perl, in Ortsdurchfahrt Perl gegenüber Aldi rechts abbiegen in Straße „Im Niederborn“ Richtung Wochern, an Schule und Sehndorf vorbei, bei Baumschule Altmeyer rechts in den Feldweg Richtung Weinberge .

 

Das Programm zur Landpartie

10.00 Uhr: Erntedankgottesdienst mit Einsegnung der neuen Kelteranlage Auftritt der Musikfreunde Perl-Besch Event-Schmiede Biringer für Kinder Kinderspiele:Wurfbude, Torwand, Sackhüpfen 14.00 Uhr: Besuch der Umweltministerin Dr. Simone Peter Auftritt der saarländischen Weinkönigin mit Prinzessinnen Präsentation: Oldtimer-Traktoren der Schlepperbande - Maschinen des ökologischen Weinbaus Keltern von Trauben in der historischen Kelter Bio–Bauernmarkt 18.00 Uhr: Auftritt „Die Zuppelmusiker“

Essen und Trinken

Bio-Wein und Bio-Bier (Mettlacher Abteibräu) Bio-Traubensaft gekochtes Rindfleisch mit Beilagen Schwenker, Bratwurst Champignonpfanne Pommes Kaffee und Kuchen.

  

                                     veranstaltung_sekthaus


Viele Hände helfen beim Bau der Schutzhütte in Sehndorf.

 

Sehndorf. Es ist ein außerordentlich reizvolles Fleckchen Erde, auf dem eine Gruppe von 25 freiwilligen Helfern gemeinsam mit Stefan Wagner, Ortsvorsteher von Sehndorf, zurzeit eine Schutzhütte errichtet. Der Blick schweift von der Baustelle inmitten der Weinberge weit über das Moseltal, nach Frankreich, Luxemburg und das Perler Land. Ortsrat und Dorfgemeinschaft sind gemeinsam am Schutzhütten-Projekt engagiert.

 

"Wir werden in die Hütte insgesamt 15 000 Euro investieren", erklärte Wagner. Einen guten Anteil leiste das Amt für Landesentwicklung, weitere Zuschüsse kämen von der Gemeinde. Die Hütte, unmittelbar am Jakobsweg und am Sehndorfer Kreuzweg gelegen, wird auch vom Saarland-Radweg tangiert. "Hier findet der Wanderer, Radfahrer und Naturfreund in Zukunft ein herrliches Plätzchen zum Ausruhen und Verweilen", schwärmt der Ortsvorsteher.

Foto: owa

Aber auch für Winzer sollte die Schutzhütte, die sich, harmonisch von Buschwerk umrahmt, in den Wingert einfügt, von großem Interesse sein. "Wir denken daran, in Fortführung zum kürzlich fertiggestellten neuen Dorfplatz, einen Weinlehrpfad zu errichten", sagt Wagner. Die Hütte biete sich dann als romantischer Ort für Weinproben an. Mit einer großen Terrasse, einem Grillplatz und einer Treppe wird das Ensemble komplettiert. "Es wird noch eine Weile dauern, bis wir mit den Arbeiten fertig sind", sagt Wagner. Bereits im Jahr 1997 habe man den Bau dieser Hütte ins Auge gefasst, aber die Sache unter seinem Vorgänger sei, so Wagner, nie so richtig angepackt worden.

Wagner ist stolz auf seine ehrenamtlichen "Fachkräfte", die bei herrlichem Sommerwetter kräftig zupacken. "Wenn alles planmäßig läuft, feiern wir 2011 Einweihung", verspricht der Ortsvorsteher.

Quelle: SZ

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Sehndorf,

 

auf Grund von Gerüchten, die Sehndorfer Marienkirmes würde nicht mehr stattfinden, sind viele Bürgerinnen und Bürger und auch der Ortsrat mit der Bitte um Aufklärung an mich herangetreten. Da weder ich noch die Mitglieder unseres Ortsrates von offizieller Seite des bisherigen Ausrichters Informationen haben, nehmen wir die Bitte unserer Bürgerinnen und Bürger ernst, unsere Kirmes nicht sterben zu lassen.Wer also Interesse am Weiterbestehen unserer Kirmes hat, wird gebeten am 15. April 2011 um 20:00 Uhr zu einer offiziellen Besprechung ins Bürgerhaus Sehndorf zu kommen. Ich würde es auch begrüßen, wenn ein Vertreter des bisherigen Ausrichters erscheint und dazu Stellung nehmen würde.

Bei der letzten Ortsratssitzung haben wir ausführlich den Punkt “Dorfeingang” besprochen. In diesem Jahr wird in der Marienstraße vom Dorfeingang bis zur Dorfmitte der Kanal und die Wasserleitung erneuert. Das bedeutet, das wir den Eingangsbereich durch diese Baumaßnahme auch neu gestalten können. Der Ortsrat hat seine Vorschläge zum Dorfeingang vorgelegt, möchte aber, dass die Dorfbevölkerung auch ihre Ideen einbringen kann. Ob wir dort wieder ein Holzfass, eine Skulptur oder sonstiges hinstellen, soll auch auf den Vorschlägen der Bevölkerung basieren. Wir möchen den Ortseingang so gestalten, das es für Sehndorf ein Aushängeschild wird, so dass die Besucher beim Betreten oder Verlassen unseres Ortes einen bleibenden Eindruck erhalten. Deshalb bitte ich alle Mitbürgerinnen und Mitbürger die einen Vorschlag haben, diesen in schriftlicher Form zu verfassen (wenn möglich mit Skizze), und bei mir (Winzerstraße 19) bis zum 12. Mai 2011 abzugeben. Wir werden dann am 13. Mai 2011 in unserer öffentlichen Ortsratssitzung, wo auch jeder Zuhörer willkommen ist, über die Vorschläge beraten.

 

Stefan Wagner Ortsvorsteher


Saarbrücken
. „Macht weiter so“, hat Weinkönigin Jacqueline I. den saarländischen Winzern gestern im Saarbrücker Schloss zugerufen. Dort prämierte die Landwirtschaftskammer die saarländischen Spitzenweine des Jahrgangs 2009. Die Ausbeute der Winzer: 17 Gold-, 56 Silber- und 24 Bronzemedaillen. Bei der Preisverleihung konnten sich die Gäste selbst von der Qualität der Weine überzeugen: Die Gastgeber schenkten zehn der prämierten Spitzenweine aus.
„Der Jahrgang 2009 übertrifft qualitativ die Weine des Jahrzehnts“, bilanzierte Richard Schreiner, Präsident der Landwirtschaftskammer für das Saarland. Insgesamt prämierte die Jury 97 Prozent der eingereichten Proben. Dies spreche für den außerordentlich hoch angesiedelten Jahrgang und das Können der Winzer, sagte Schreiner. Die häufig geäußerte Kritik an einer „Medaillenschwemme“ wies er zurück: Die Winzer hätten nur die besten Weine eingereicht und so bereits im Vorfeld eine fachkundige Auswahl getroffen.
Auch Wirtschaftsminister Christoph Hartmann (FDP) lobte die Arbeit der Winzer: „Wer Qualität im Glas haben möchte, muss viel investieren.“ Die saarländischen Winzer seien gut ausgebildet und verstünden es, mit den Segnungen der Natur umzugehen. Den Großen Staatsehrenpreis für die beste Gesamtleistung verlieh der Minister an das Weingut Karl Petgen aus Perl-Nennig, das auch den Ehrenpreis der Deutschen Bank Luxemburg für den besten trockenen Wein erhielt. Hier überzeugte die Jury der „2009er Nenniger Schlossberg Chardonnay QbA trocken“.
Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD) verlieh den Ehrenpreis des Regionalverbandes Saarbrücken an das Weingut Ollinger-Gelz (Perl-Sehndorf). Den Ehrenpreis des Landkreises Merzig-Wadern erhielt das Weingut Helmut Herber (Perl). Das Weingut Petgen-Dahm (Perl-Sehndorf) bekam den Ehrenpreis der Gemeinde Perl.
Von SZ-Redaktionsmitglied Gerrit Dauelsberg


 

 

Perl-Sehndorf. Nebelfetzen haben sich im nahen Wald festgesetzt, Schauer ziehen über das Land – kein guter Tag für Winzer und Erntehelfer, schon gar nicht für die Trauben. „Zwei bis drei Oechsle haben die Früchte wegen des unbeständigen Wetters schon eingebüßt“, schätzt Erwin Foetz. Für die Weinbauern gibt es nichts Besseres als Sonne von Ende August bis Mitte September – ein Turbo

für die Reben. Da war in diesem Jahr aber weitgehend Fehlanzeige.

Foto: RuppenthalDennoch: „Die Früchte sind zuckersüß“, sagt der Winzer aus Sehndorf, seit Jahrzehnten der Genossenschaft Moselland treu. Er rechnet mit einem normalen, wenn nicht sogar guten Jahrgang. Elbling und Müller-Thurgau sind abgeerntet, Weißer, Grauer und Spätburgunder folgen. Auch Dornfelder und Regent wachsen auf den rund fünfeinhalb Hektar auf dem Quirinusberg, Hasenberg und Marienberg. „Der Wein unserer Genossenschaft hat eine Qualität erreicht, die sich nicht vor der von Selbstvermarktern verstecken muss“, meint Foetz, seit 1999 im Aufsichtsrat der Genossenschaft. 3000 Mitglieder zähle die Moselland mit Sitz in Bernkastel-Kues heute. Seit Herbst 2004 arbeite sie mit der Gebietswinzergenossenschaft Rietburg in der Pfalz und der Weingenossenschaft Nierstein in Rheinhessen zusammen, ebenso mit Winzern der Nahe.

Moselland übernimmt die gemeinsame Vermarktung. „60 Prozent des Weins werden im Inland verkauft, 40 Prozent ins Ausland. Da ist es gut, wenn man bei den zig Sorten einen Verhandlungspartner hat.“ Dass der Wein aus dem kleinen, aber feinen Anbaugebiet an der Obermosel kommt, ist auf den Etiketten der Flaschen vermerkt. Der Name Erwin Foetz taucht hingegen nicht auf. „Warum auch, in Hamburg beispielsweise kennt mich doch keiner.“ Anders bei dem Kontingent, das er sich nach Hause ordert: „Da steht Foetz drauf. Eine Charakterisierung, die bei den Kunden ankomme: „Der Verkauf läuft sehr gut.“
Im Nieselregen hat er mit seinen Helfern den Auxerrois im Quirinusberg abgeerntet. Sohn Michael karrt die Bottiche zu dem Raiffeisengelände zwischen Sehndorf und Besch – dem Sammelplatz für 20 andere Weinbauern der Genossenschaft aus der Gemeinde. „Es ist das letzte Mal, dass wir uns hier treffen. Im kommenden Jahr ist der Platz in unserem Anwesen fertig“, verrät sein Vater. Rund 150.000 Euro habe Moselland in die Sammel- und Verwiegestation am Ortsrand von Sehndorf investiert. „Zuwegungen sind vorhanden. Wenn die Fahrzeuge anrollen, brauchen sie nicht durch den Ort zu fahren und stören somit die Leute nicht“, ergänzt er.
Derweil haben die Helfer Klaus Bindinger und Edgar Reinhardt mit weißer Kreide die Sorten auf die blauen Kunststoffcontainer gemalt: Auxerrois, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder. Zweimal muss Sohn Michael mit dem Traktor auf die Waage – vor dem Entladen und danach. „Alles muss seine Richtigkeit haben“, lacht er und nimmt den Wiegeschein in Empfang. Dann machen sich Vater und Sohn auf in den Marienberg, wo Ehefrau Monika, Sohn Andreas und die übrigen Erntehelfer sich den nächsten Wingert vorgeknöpft haben. Und die Trauben warten auf ihre Abreise. Die Fahrt führt sie nach Rheinland-Pfalz – Elbling und Müller-Thurgau nach Wincheringen, der Rest nach Wiltingen. Erst in Bernkastel finden die Perler Trauben wieder zusammen – zu Bearbeitung und Ausbau der verschiedenen Sorten.

Quelle: SZ

 

 

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